Fortschritt in Nepal.

Nepal Telecom oder vom Kampf etwas Fortschritt in der Bude zu haben

Nepal Telecom gibt es hier wirklich. Man mag es kaum glauben. Sie jedenfalls sollten uns das Leben angenehmer machen. Schließlich ist man modernes WLAN von Deutschland aus gewöhnt und das soll es auch in Nepal geben.
Wart Ihr mal in einem Cyper (Internet Shop) in Asien?
Nein wirklich, schreiben macht da keinen Spaß.
Vom langsamen Internet mal abgesehen, sind die Tastaturen eine wahre Beglückung. Für uns normale Buchstaben wie Ä Ö Ü gibt’s da nicht. Logo ist ja auch eine andere Tastatur mit einer fremden Anordnung. Buchstäblich viele Buchstaben hat man zu erraten, weil die Tasten von den Teenagern die sich in Facebook lümmeln derart abgerubbelt sind. Da kommen dann schon mal vollkommen undefinierbare Wörter raus. Davon mal abgesehen verbrauchte ich kostbare Stunden immerzu auf der Suche nach dem Fragezeichen.
Diese Zeiten sollten endlich vorbei sein. Wir machten uns auf den Weg zur Nepal Telecom.

Das ist aber so eine Sache in Nepal. Für Geld bekommt man alles. Wie eigentlich überall auf der Welt. Doch Nepal Telekom ließ sich trotz “Subventionen” von uns nicht erweichen zu liefern. Das war so.

Mein nepalesischer Mann kennt einen, der einen kennt, der wiederum einen kennt, von dem er gehört hat, dass er bei der Telecom arbeitet. Gemeinsam mit dem Freund, der um die 55 Ecken denjenigen kennt, suchten wir, mit reichlich Bargeld bestückt, jenen auf. Ich mag das Wort Korruption nicht. Aber was soll man machen?

Im Hof der Telecom Abteilung welche für unseren Bezirk zuständig ist, so dachten wir, trafen wir uns zum gemeinsamen Besprechen. Eine Art konspiratives Treffen, wo keiner wissen sollte, um was es ging.

Der Freund des Freundes, mein nepalesischer Gatte und auch ich – wobei ich bei der gesamten Sache eher nur blöd aus der Wäsche guckte und ein sicher nett anzusehendes Beiwerk war – redeten schwallartig auf den Beamten ein. Ohne Punkt und Komma. Und ich verstand nicht ein Wort. Wie gesagt, ich war damit beschäftigt, blöd aus der Wäsche zu gucken.
Dabei wechselten heimlich einige Scheine ihren Besitzer. Diese sollten bewirken, dass am nächsten Tag ein Mann zu uns kommt und das Ersehnte bringt. Nicken hin nicken her, die Sache schien geritzt. Der Mann kam auch am nächsten Tag. Nur um festzustellen, dass wir gar nicht in seinem Bezirk unsere Wohnung haben. Wieder kein Internet. Voller Wut dass die ganze Sache in die Hose ging, stocherte ich nach unseren Scheinchen nach. Ich muss ihn wohl so böse angesehen haben, dass er das Geld wieder rausrückte. Exklusive einer kleinen „Gebühr“. Nun sei es denn.

Wenige Tage später, wir hatten das Thema Nepal Telecom für uns gestrichen, bekamen wir dann doch noch unseren Internet Anschluss. Vertragspartner ist nun ein privates Unternehmen. Hier lief alles reibungslos, auch ohne Subventionen.

geschrieben von Basundhara
(mehr von ihr: hier)

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Mehr interessante und spannende Geschichten von Basundhara findest Du auch in ihrem Blog:
nepalmeromaya – Ein Land, seine Menschen & eine Liebe.
Schau einfach bei Gelegenheit mal in ihrem Blog  vorbei.

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